Schnecken ohne Ende...

    • Schnecken ohne Ende...

      In meinem Garten gibt es mehr Schnecken als Wühlmäuse und Maulwürfe.

      Da ich grundsätzlich versuche alles aus dem Garten in Demeterqualität zu erzeugen will und werde ich auch keine Chemie verwenden.

      Kennt jemand wirklich gute Vergrämungsmöglichkeiten, so das Schnecken erst gar nicht zu mir wollen.

      Bierfalle ist hier eigentlich nur das letzte, jedoch bislang leider wirkungsvollste Mittel. Besser wärs ich könnt die Tierchen gleich fernhalten.

      Vielen Dank ! :wacko:
    • Ich habe dieses Jahr auch viele Schnecken im Garten.
      Gehäuseschnecken hatten wir schon immer und zwar sehr viele, doch die haben nie etwas zerstört, aber die ollen Nacktschnecken, die sind schrecklich! :cursing:
      Ich sammele sie immer ab und werfe sie in die Mülltonne.
      "None of this is real. This is all fantasy.It changes all the time, it´s black and white one day, it´s coloured the next. None of this is real." - Tom Petty
    • Gehäuseschnecken bitte in Ruhe lassen, viele davon stehen unter Naturschutz wie z. B. die Weinbergschnecke. Außerdem ernähren sich die meisten Gehäuseschnecken von abgestorbenem Pflanzenmaterial und richten somit wenig Schaden an.

      Je nachdem wie groß der Garten ist rate ich zu Schneckenzäunen und/oder Einsammeln der Schnecken. Das geht am besten, wenn man abends ein größeres Brett in den Garten legt; die Tiere kriechen zum Schutz vor der Sonne darunter und man kann sie bequem absammeln. Was ich an dieser Methode überhaupt nicht mag ist, dass man die Schnecken dann noch töten muss. Am schnellsten geht das, indem man kochendes Wasser über die Schnecken schüttet. Das hört sich grausam an, ist aber im Endeffekt die Methode, bei der die Tiere am wenigsten leiden müssen, und anderen gängigeren Methoden wie Vergiften oder Kochsalz allemal vorzuziehen.

      WIkipedia hat mir gerade noch verraten, dass außerdem Filterkaffeepulver und das Düngen mit Gülle den Schnecken schaden (vermutlich aber allen und nicht nur den Nacktschnecken).

      Bei allen Giften und anderen Substanzen die man im Garten verwendet bitte daran denken, dass es erstens leicht ins Grundwasser gelangen kann, und zweitens Schnecken auch von anderen Tieren wie Igeln oder Vögeln etc. gefressen werden, denen diese Gifte unter Umständen ebenfalls schaden (was man ja nicht will).
    • Gehäuseschnecken habe ich noch nie absichtlich getötet! Als Kind haben wir sogar damit gespielt :D
      Und wenn ich jetzt eine beim Gärtnern finde, werfe ich sie immer da hin, wo sie mir gerade nicht im Weg ist :whistling: :D

      Nacktschnecken mag ich auch nicht töten, aber sie haben mir schon die eine oder andere Pflanze kaputt gemacht, also sammele ich sie und werfe sie in den Mülleimer, überlasse sie also ihrem Schicksal...... :wacko:
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    • Wollte ich Dir auch nicht unterstellen. :) Das wollte ich allgemein gesagt haben, weil es viele Leute nicht wissen.

      Einsammeln und in den Mülleimer werfen ist übrigens eine ganz schlechte Idee, denn wo Schnecken aufeinandertreffen paaren sie sich (und Landschnecken sind meistens zwittrig, das heißt es kann sich auch noch jede mit jeder paaren). Eine Freundin hatte mal einen Eimer voll Nacktschnecken gesammelt und dann ein paar Stunden stehen gelassen bis ihr Mann heimkam, damit er sich um sie "kümmern" konnte. In der Zwischenzeit sind die Schnecken alle abgehauen - und die Wahrscheinlichkeit dass der Großteil davon befruchtete Eier in sich trug ist ziemlich hoch.
      Damit schneidet man sich also nur selbst ins Fleisch.

      Also, wenn man keine Tiere töten will (so wie ich) am besten Schneckenzäune um die Beete ziehen und vielleicht zusätzlich Substanzen ausstreuen die Schnecken nicht mögen oder schwer überwinden können (Sand, Kaffeesatz usw). Und Nützlinge die Schnecken fressen wie Igel oder Vögel anlocken und unterstützen, z. B. indem man im Herbst für die Igel einen Laubhaufen liegen lässt, damit sie dort überwintern können.
    • Igel fressen nur im Notfall Schnecken. Die produzieren nämlich zuviel Schleim und die Igel haben Probleme das runterzuwürgen.

      Zudem ist es so: lasse ich eine Lücke im Zaun für den Igel hauen mir meine Katzen ab..... :whistling: :S

      Wir hatten sonst eigendlich immer Igel im Garten. Vielleicht findet er ja noch eine Stelle, die die Katzen noch nicht entdeckt haben aber die für den Igel kein Problem ist.
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    • Naja, das gilt eigentlich nur für die Spanische Wegschnecke, die einen besonders zähen Schleim produziert. Deswegen ist sie durch Sandbarrieren usw. auch schlechter vom Beet fernzuhalten, und man muss verschiedene mechanische Barrieren kombinieren.
    • Ich habe , glaube ich, auch nur spanische im Garten. Und gestern sah ich eine marmorierte. Die Schwarzen sieht man kaum noch.
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    • Akelei, Weinbergschnecken und Glühwürmchen

      Auf einer Tüte mit Saagut steht das die Akelei Schnecken fernhalten soll. Habe es noch nicht ausprobiert ( dauert ja noch bis nächstes Jahr bis sie blühen ), aber wäre doch eine tolle Vorstellung: Ganzer Garten voller Akelei :love: und dann auch noch keine Schnecken mehr..... :thumbsup: . Sehe dem Ergebnis dann aber doch eher nüchtern entgegen, aber vll. kann man was werden wenn man z.B: ein bestimmtes Beet ringsum mit ihnen bepflanzt :rolleyes: .

      Dann sind da noch die Weinbergschnecken die die Gelege der Nacktschnecken verspeisen. Spiele mit dem Gedanken ihnen extra ein " Wohlfühl-Vermehrungs-Gehege zu bauen ", so zusagen eine Art Wellnesshotel für Weinbergschnecken. Bin mir aber noch nicht so sicher in welchem Maße sie sich dann auch über meinen Salat hermachen.


      Und dann währen da noch die Glühwürmchen :love: , die ebenfalls die Gelege der Nacktschnecken verspeisen. Sie gezielt irgendwo anzusiedeln ist bisher noch nicht gelungen. Um sie anzulocken kann man unterschiedliche Biotope zur Verfügung stellen: "trockene Erde", kleine Holzhaufen, Grünflächen ( z.B. Rasen, Büsche etc. ). In der freien Wildbahn sind sie häufig an Waldwegrändern zu finden.

      Ich gebe zu, alles noch nicht ganz ausgereifte "Antischneckenmittel", aber manchmal hilft ja auch so eine Ideensammlung schon weiter.
    • Dass Weinbergschnecken die Gelege anderer Schnecken fressen ist ein Mythos. Bei Glühwürmchen stimmt es allerdings, genauer gesagt ihren Larven, nur ob sie es mit dem zähen Schleim der Spanischen Wegschnecke aufnehmen können ist die Frage. Theoretisch könnte man also vielleicht Glühwürmcheneier suchen und im eigenen Garten unterbringen. Oder so.
    • Das mit dem Glühwürmchen ansiedeln ist leider nicht so einfach.
      Selbst für Fachleute ist es schwierig, wenn nicht gar annähernd unmöglich Glühwürmchen gezielt irgendwo anzusiedeln.

      Habe mich mal eingehend über dieses Thema informiert....
      Es ist schon einige Zeit her, deshalb hab ich nicht mehr alle Links parat.

      Aber dieser hier ist denke ich ein guter Anfang, mit vielen weiteren Links zu anderen Glühwürmchen Projekten.
      http://www.gluehwuermchen.ch/foerdern/ansiedeln.htm



      War damals zu dem Schluss gelangt erstmal ein geeignetes Biotop zu erschaffen und die ganzen unterschiedlichen von Glühwürmchen benötigten Zonen einzurichten.
      Spontanansiedelungen von Glühwürmchen sind wohl schon vorgekommen, wenn die Umgebung gestimmmt hat.

    • Also, ich habe den ganzen Garten voller Akelei, das stört die Schnecken überhaupt nicht....... :rolleyes: X(
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    • Ich liebe Akeleien, besonders die zweifarbigen. ^^ Habe auch so einige.
      Nacktschnecken hab ich in unserem Garten noch gar nicht beobachtet (wir wohnen seit zwei Jahren hier)... denke aber das ist pures Glück, dass sich hier noch keine größere Population gebildet hat.
    • Mein Garten ist ziemlich zugewachsen und sie halten sich gerne unter großen Blättern auf. Gestern habe ich mehrere unterm Rharbarber gefunden..... X(
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    • Nachdem meine Komposterde wahrscheinlich ziemlich verseucht ist mit Eiern sind Schnecken eine absolute Plage. Schneckenkorn, Bierfallen, Laufenten und Schneckenzäune kommen für mich aus unterschiedlichen Gründen nicht in Frage.
      Das Pflanzen wie Kamille, Akeleien, Bohnenkraut oder Ringelblume Schnecken fern halten kann ich nicht bestätigen, meine Schnecken vertilgen mit Vergnügen auch deren Blätter, Barrieren wie über ein Meter hohe Natursteinmauern stellen ebenfalls kein Nachhaltiges Hindernis dar.
      Da die Viecher überwiegend aktiv sind wenn es kühl und feucht ist, lohnt es sich an verregneten Tagen oder Nachts auf die Jagd zu gehen, hab gestern an die 50 Schnecken eingesammelt.
      Das mit dem Kaffee ist eine interessante Idee, die Wirkung ist auch wissenschaftlich erwiesen, aber es gibt wohl keine Konzentration welche Schnecken effektiv fern hält und Pflanzen und Ökosystem nicht schädigt.

      Prinzipiell produziert fast jede Pflanze wirkungsvolle Abwehrstoffe gegen Schnecken, jedoch wurde diese Fähigkeit bei unseren Zuchtpflanzen zu Gunsten von Ertrag, Geschmack, Blütenpracht oder whatever herausgezüchtet. Daher macht es für den konsequenten "Ökofaschisten" wohl Sinn sich dieser Stoffe zu bedienen.
      Moos ist weich und permanent feucht, eigentlich ein Paradis für Schnecken und Pilze, aber der Befall hält sich ebenso in Grenzen wie das Pflanzenwachstum in der Rinde eines Baumes. Kurzum, mit Lebermoos ist vielleicht wirklich ein Kraut gegen Schnecken gewachsen.
    • Eigenerfindung gegen Schneckenplage


      sonnenstrahlkrieger schrieb:

      Was auf jede Fall hilft, ist die Pflanzung von Salbei und auch Ringelblumen im Abstand von ca. 40 cm rund um die zu schützende Pflanze!!

      sonnenstrahlkrieger schrieb:

      Man muss die zu schützenden Pflänzchen regelrecht mit den Beschützern umzingeln!!!! Da gibts im Internet noch mehrere sehr wirksame Beschützerpflanzen, manche sind auch Nutzpflanzen.

      sonnenstrahlkrieger schrieb:

      Aber nur eine einzige Bschützerpflanze reicht natürlich nicht aus.

      sonnenstrahlkrieger schrieb:

      Und hier mein persönlicher Tipp:

      sonnenstrahlkrieger schrieb:

      Alle Jungpflanzen, die ich vor Schneckenfrass schützen möchte, zunächst im Topf (weit entfernt von der Schneckenbrut) so lange, wie möglich grösser werden lassen.

      sonnenstrahlkrieger schrieb:

      Wenn sie dann aber doch irgendwann ins Beet müssen, habe ich mit eine wirksame Abschreck-Barriere ausgedacht:

      sonnenstrahlkrieger schrieb:

      Man nehme eine Unterteppichmatte. Das ist das, was man unter die Teppichläufer legt, damit diese nicht wegrutschen. Gibts in allen Größen in jedem Baumarkt, manchmal auch Meterware.

      sonnenstrahlkrieger schrieb:

      Substanz ist irgendeine Gummiart, die aussieht, wie geflochten mit regelmäßigen Löchern darin. Die gibts gröber, oder feiner. Etwas gröber ist besser, aber das feinere Material geht auch. Ausschlaggebend ist das labberige Material!

      sonnenstrahlkrieger schrieb:

      Ich habe mir diese Matte (ich nahm eine ausrangierte alte Matte) in Stücke geschnitten, sodass sie (je nach Pflanzengrösse) so ca. 30 - 60 cm breit ist und ca. 20 cm hoch. Geht auch in anderen Größen!

      sonnenstrahlkrieger schrieb:

      Wenn meine Pflänzchen also dann ins Beet umgepflanzt werden müssen, suchte ich mir zur Stabilisation, was ich kriegen kann: schlanke Hölzchen,irgendwelche Stäbchen, zur Not auch Schaschlikspiesse (eher für kleiner Pflänzchen), und habe die Stäbe senkrecht durch die zugeschnittenen Gummimatte gefädelt, wie beim Weben. An jeder Ecke ein Stäbchen, besser wenigere, als zu viele! Anfang und Ende der Matte werden überlappt und auch mit ´nem Stab durchgefädelt. Die Länge der Stäbe ist natürlich von der Höhe der zugeschnittenen Matte abhängig!

      sonnenstrahlkrieger schrieb:

      Wichtig ist, dass die Matte nicht zu stramm gespannt wird, sondern lasch, locker und labberig! Optisch siehts eher aus, als hätte man nachlässig gearbeitet, aber es wirkt! Sonst schaffen es die Schnecken doch die Barriere zu überwinden.

      sonnenstrahlkrieger schrieb:

      Am allerbesten lässt man die Matte mit Hilfe der Stäbe nach oben schmaler werden. Wenn es dann aber doch eine schafft darüber zu kommen, wird sie jedoch den Weg zurück nicht mehr hinkriegen und verendet.
      Wenn meine zu schützende Pflanze dann groß geworden ist, kann ich die Gummibanden wegnehmen.
      Dann besteht üblicherweise keine Gefahr mehr des Frasses, nur bei den unteren Blättern vielleicht.


      Man könnte natürlich auch einen ganzen Gummimatten-Zaun um ein Beet machen. Das habe ich aber noch nicht versucht.
    • Hallo, zusammen, nachdem ich mit mehr oder weniger Erfolg schon Vieles ausprobiert habe , bin ich jetzt sehr zufrieden mit meiner kleinen Anschaffung aus dem letzten Jahr. Das hat sofort geholfen und ich habe seitdem keine Schnecken mehr in meinen Beeten gefunden. Für mich bisher die beste Lösung. Schaut einfach mal unter schneckenabwehr.de Gruß Gert
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