Welche veganen Rezepte mögt ihr ?

  • Kann mir einer sagen welche veganen Rezepte ihr denn am liebsten isst ?


    Ich bekomme in einigen Tagen besuch von einer Freundin die aber Veganerin ist. Da habe ich auch ehrlich gesagt etwas Angst vor denn ich kenne mich mit der veganen Küche überhaupt nicht aus :O Da ich aber geplant habe was zu kochen muss ich mir Infos und viele Rezepte holen.


    Ich weiß dass man auch alleine gucken kann aber ich will da auch nichts falsch machen..demnach würden mir alle eure Erfahrungen helfen. Thx

  • Ciao ;)


    Mache dir mal keine Sorgen, man kann nämlich auch viele Rezepte finden die man einfach leicht nach kochen kann. Man kann sich aber auch alleine im Web umschauen, oder du gehst in die Bücherei und suchst dir eine Kochbuch wo es halt nur vegane Rezepte gibt. Eher rate ich dir dass du dich Online umschaust und auch dort nach einem Buch suchst.
    Ich muss zugeben dass ich ein Fleischesser bin und auch nie vegan werden kann :D


    Aber viele Freunde habe ich welche Veganer sind und wenn die auch zu mir kommen dann bekommen die immer was veganes zu essen. Ich muss sagen dass ich alle Rezepte aus einem Kochbuch nehme.


    Es hat auch soweit alles gepasst und empfehlen kann ich dir auch dass du dich an solchen Sagen orientierst.

  • Der Besuch ist wohl lange vorbei, aber ich koche oft vegan und immer vegetarisch, falls also jemand noch Ideen sucht einfach melden.
    Viele Veganer, die ich kenne, und auch ich selbst, essen keinen "Fleischersatz" oder machen aus Fleischgerichten eine Variante mit Tofu. Wozu auch, ich will ja gerade das Fleisch nicht essen und auch nichts, was mich daran erinnert.


    Ich glaube auch, viele stellen sich das zu kompliziert vor.

  • Ich bin zwar keine völlig "entfleischte" Veganerin, lege aber öfter mal ein paar Wochen ein (abwechselnd vegan und vegetarisch), was meinem Cholesterinspiegel innerhalb 2 Monaten in wirlich optimale Bereiche bringt.
    Ich bin auf der Suche nach Rezeptideen wieder auf einige Dinge gestossen, die ich schon fast vergessen hatte. Ich liebe z.B. Linsen. Habe die aber lange nicht mehr gegessen, weil ich die hartschaligen Tellerlinsen nicht mehr vertrug. Mittlerweile ist das Angebot ja sehr viel breiter geworden. Gelbe und rote LInsen haben eh keine Schale mehr und sind schnell gar. Belugalinsen (rund, schwarz - wie Kaviar), sind ebenfalls in 20 Min gar und verursachen keine Probleme.
    Eine Linsensuppe wie früher - auch mit den Gewürzen wie vor 40 Jahren (Ajam Garam Masala) bringen den "richtigen" Geschmack, an den ich mich aus der Kindheit erinnerte. Weil ich Linsensuppe auch immer mit einem gewissen "Mettwürsten"Geschmack in Erinnerung habe, nehme ich dazu etwas angebratenen Räuchertofu als Geschmacksträger. Ansonsten Linsensuppe nach Oma-Rezept aus dem alten Kochbuch. Noch mit etwas Essig dopen .. mmmhh.


    Zweite meiner liebsten Möglichkeiten (auch mit Räuchertofu): Eine Mischung aus roten und Belugalinsen, sowie etwas Grünkernschrot garkochen und mit dem klein gewürften, vorher angebratenen Räuchertofu mischen. Ich liebe kräftige Würzung, in diesem Falle auch mit Chilli. Die Masse in eine Paprika verfüllen, oder Zucchiniboote machen. Etwas Käse drüberstreuen - oder auch die vegane Käsevariante aus Macadamianüssen - noch etwas Sesam drüber streuen und im Backofen überbacken.


    Außerdem mag ich auch Couscous. Den kann man in der Instantversion ja in kürzester Zeit zubereiten (ich werfe allerdings auch da einiges an Gewürzen in Kochwasser, die aus der Exotenabteilung kommen, wie Chilli und Curry, diverse arabische Würzmischungen, etc. Diverse Gemüse (Auberginen-, Zucchiniwürfel, Paprika oder Pepperoni, Möhren - was man halt mag, anbraten, noch paar kleingeschnippselte Tomaten dazu, damit es etwas sossiger wird - und ab über den Couscous geben.


    Grünkernfrikadellen - wenn man sie richtig würzt, kann man die kaum von Fleischfrikadellen unterscheiden. Allerdings nehme ich dann nicht nur den Grünkernschrot, sondern mach emir die Mühe, die Grünkerne ganz einzuweichen und gar zu kochen. Das gibt erst den richtigen Geschmack, zusammen mit dem Grünkernschrot.


    Im grossen und ganzen fand ich fast alle veganen Rezepte - vor allem geschmacklich - tööödlich langweilig, weil die - dem deutschen Geschmack wohl entsprechend, fast immer ohne starke Gewürze daher kommen. Okay, das kann man ja machen, wie es einem gefällt.


    Was mir aufgefallen ist, dass man sich für eine abwechslungsreiche und geschmacklich befriedigende Veganerküche mehr Zeit für die Vorbereitungen nehmen muss. Was mir ständig gefehlt hat, war eigentlich Käse. Dazu habe ich aber in Internet ein Büchlein gefunden, wie man alternative Käsezubereitungen - meist aus diversen Nüssen - selbst herstellen kann. Denn eine Pizza ... und dann kein Käse... oder mal einen Gemüseauflauf überbacken. Das muss schon mal drin sein.
    Deshalb... 3 Tage vegan, 2 Tage vegetarisch und am Wochenende gibts dann auch mal (Bio-)Fleisch oder Fisch, damit ich mir über die Verfügbarkeit von B-Vitaminen keine Gedanken machen muss. Tut der Gesundheit überaus gut. Das Ganze war auch in der Gesamtheit nicht teurer, als wenn ich "normal" gekocht hätte.


    Mal ganz echt und aus eigener Erfahrung: Wer seinen Cholesterinspiegel runterbringen will UND evtl. sogar MUSS, der sollte mal 2-3 Monate so machen, wie ich es gemacht habe. Es wirkt. Der Nebeneffekt - man unterstützt eben diese Massentierhaltungsverbrecher nicht.

  • also wir haben hier einige vegane Kochbücher, aber natürlich nicht explizit ohne Tofu. Mögt ihr kein Tofu? Tofu ist ja auch nicht DIE primäre Ingredienz veganer Rezepte. Oder sarf es generell nichts auf Sojabasis sein? Besteht eine Allergie? Ich würde einfach mal das ein oder andere Buch durchblättern und schauen wo die meisten Alternativen angeboten werden.

  • Ich grabe mal wieder dieses alte Thema aus, weil das beste vegane Gericht noch gar nicht erwähnt wurde. ;)


    Mein liebstes und unkompliziertestes Veganes Gericht sind Spaghetti mit Tomatensoße. :love:
    Je nach dem, wie man sie zubereitet, muss das noch nicht einmal banal sein.


    Spaghetti sind üblicherweise sowieso Eifrei, und außer Tomaten, Zwiebeln und/oder Knoblauch und Gewürzen muss in die Soße nichts großartig rein.
    Gute Rezepte und Anleitungen gibt es massenweise bei Chefkoch, aber selbst mit Napolisoße im Glas aus dem Supermarkt kann man nicht viel falsch machen. :whistling:
    Das einzige, was man "falsch" machen könnte, wäre weißer zucker. Einige, aber lange nicht alle Veganer verzichten darauf, weil zur Herstellung in den meisten Fällen tierische Produkte genutzt werden.
    Ähnlich wie beim klaren Apfelsaft... :wacko:


    Außerdem gibt's dazu einen Salat mit einem Essig-Öl-Zwiebeln-Kräuter-und-Senf-Dressing.
    Wenn ich mir oder Gästen etwas gönnen möchte, brate ich noch Brotwürfel in Knoblauch und Olivenöl an. ^^


    Zu den Spaghetti brauche ich keinen Käse, auch geröstete Pinienkerne, oder fein gehackte Sonnenblumenkerne schmecken toll dazu.
    Tipp: ein Spritzer Zironensaft oder etwas Weißwein, mit dem am Anfang abgelöscht wurde, kann eine langweilige Soße fruchtig-lecker machen!


    Und falls ich die Soße doch mal gerne "rahmig" oder extravagant 8) haben möchte: Ein Paar Zwiebeln und/oder Knoblauch anbraten, mit etwas O-Saft ablöschen, Dosentomaten und Kokosmilch dazu.
    Das ganze schmeckt fantastisch mit Kreuzkümmel! Salz und Pfeffer natürlich auch nicht vergessen.
    Chillifans kommen meist alleine auf die Idee, das gande noch etwas zu verschärfen. ;)


    Das ganze ist nicht nur Tofufrei, sondern auch Problemlos selbst noch mit dem eigeschränktesten Aldi-Produktsortiment machbar. :thumbsup:

  • Das einzige, was man "falsch" machen könnte, wäre weißer zucker. Einige, aber lange nicht alle Veganer verzichten darauf, weil zur Herstellung in den meisten Fällen tierische Produkte genutzt werden.
    Ähnlich wie beim klaren Apfelsaft...


    Ich wüsste nicht, wo bei der Herstellung von Zucker (gleichgültig ob weiss oder braun) tierische Produkte zum Einsatz kommen (und was sie bewirken) sollten. Auch bei der Herstellung von klarem Apfelsaft sehe ich kein Einsatzgebiet für tierische Produkte. Wenn Du verlässliche Quellen für diese Behauptungen hast, dann her damit.


    Anders könnte es bei dem von Dir erwähnten Weisswein sein. Da gibt es Schönungsverfahren, die tierische Produkte (z.B. Hausenblase) verwenden. Wie verbreitet die Weinschönung ist, kann ich nicht sagen. Ich weiss um die Verfahren, kenne jedoch keinen Winzer, der sie anwendet. Aber welcher Winzer erzählt das schon.


    Wolfgang

  • Mir persönlich ist das nicht besonders wichtig, da kleinere Unternehmen und Biohersteller aus Überzeugung mit weniger "technischen" Zutaten arbeiten. Hoffe ich zumindest. ;)
    Zudem ernähre ich mich auch nur flexitarisch. Meine Schwägerin hat sich mit ihrer Umstellung auf vegane Ernährung dagegen entschieden, auch weißen Zucker zu meiden.
    Zumindest Zuhause, nicht aber, wenn sie irgendwo eingeladen ist. Sie hat sich dafür aber auch entschieden, weil er kaum andere Nähstoffe mehr enthält.
    Mit den verlässlichen Quellen ist das so ein Problem, da nicht jeder Lebensmittelverarbeiter will, das Prozesse, die unappetitlich scheinen, auch der öffentlichkeit bekannt sind. :evil:
    Wenn dann doch mal irgendwas bekannt wird, wird dafür dann oft heißer gekocht, als gegessen. :P
    Aber mal drei Links, die mir dazu halbwegs plausibel scheinen:

    Fazit: Man kann, aber muss sich keine Gedanken darüber machen.


    Edit: Ich gebe zu, die Formulierung "in den meisten Fällen" war etwas übertrieben. :whistling:

  • Ja, das mit verlässlichen Quellen ist so eine Sache!


    Bleiben wir bei Deiner letzten Quelle:


    In dem Beitrag schreibt Frida, dass Schokolade 20 % Schweineblut enthalten kann, ohne dass dies deklariert werden müsse.


    Das ist völliger Blödsinn und Frida sollte nicht das nachplappern, was sie vom Hören-Sagen mitbekommen hat, sondern in die einschlägigen Gesetze schauen: hier


    Verordnung über die Kennzeichnung von Lebensmitteln (Lebensmittel-Kennzeichnungsverordnung - LMKV)


    Da ist genau geregelt, was gekennzeichnet werden muss. 20% von irgend etwas in jedem Fall. Technische Hilfsstoffe wie z.B. Kieselgur zur Filtration, so sie wieder entfernt werden, nicht.


    Eine andere Ausnahme, an die ich mich aus meiner Studienzeit erinnere, habe ich in den "Leitsätzen des deutschen Lebensmittelbuches" nicht mehr gefunden.


    Die anderen beiden Quellen widersprechen sich etwas, was den Einsatz von tierischen Hilfsstoffen in der Zuckerherstellung betrifft. Nicht alles was technisch möglich oder gar patentiert ist, wird auch tatsächlich angewandt.


    Ja, das Internet ist ein Dschungel und nicht alles was hundert Mal widerholt wird, wird auch wahr.


    Wolfgang

  • Ich mag Reis und asiatisches oder indisches Curry total gern. Das ist vegan und urlecker.

    Die Natur allein ist unendlich reich, und sie allein bildet den großen Künstler.
    Johann Wolfgang von Goethe